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Arbeiten mit der Dialogischen Traumatherapie

Das Einzigartige an der Dialogischen Traumatherapie ist ihr Fokus auf die Wiederherstellung der Dialogfähigkeit und des Kontakts mit sich selbst und anderen, indem sie traumatisierte Anteile des Selbst in eine aktive „Ich-Du“-Beziehung bringt, um alte Muster von Rückzug und Ohnmacht zu durchbrechen und neue, sicherere Selbstprozesse zu entwickeln.

Ablauf der Dialogischen Traumatherapie

Die Dialogische Traumatherapie folgt wie andere Therapieansätze auch etablierten Phasenmodellen, aber der tatsächliche Ablauf ist hochgradig individuell und richtet sich nach der Art des Traumas, der Stabilität des Patienten und dem gewählten therapeutischen Ansatz. 

1. Das klassische 3-Phasen-Modell (oft linear)

  • Phase 1 – Stabilisierung und Sicherheit

  • Phase 2 – Traumabearbeitung

  • Phase 3 – Integration und Neuorientierung

2. Abweichender oder flexibler Ablauf (nicht-linear)

Es ist oft möglich und notwendig, vom 3-Phasen-Modell abzuweichen: 

  • Fokus auf Stabilisierung: Bei Klient:innen mit komplexen Traumafolgestörungen kann die Stabilisierungsphase sehr lange dauern oder die gesamte Therapie einnehmen, ohne dass eine tiefe Konfrontation mit der traumatischen Erfahrung stattfindet.

  • Schleifen statt Schritte: Es wird oft zwischen Stabilisierung und Bearbeitung hin- und hergewechselt (Schleifenbildung), wenn sich zeigt, dass Klient:innen bei Konfrontation wieder instabil werden.

  • Bottom-Up vs. Top-Down: Während klassische Verfahren (Top-Down) kognitiv ansetzen, setzen Bottom-Up-Verfahren (z.B. Somatic Experiencing) beim Körpergedächtnis an, was einen ganz anderen, weniger sprachorientierten Ablauf haben kann.

  • Akuttherapie: Nach einem frischen Trauma (z.B. Unfall) wird oft direkt stabilisierend gearbeitet, um eine Chronifizierung zu verhindern, was schneller und direkter abläuft als eine Langzeittherapie bei komplexem Trauma. 

Die Dialogische Traumatherapie bietet eine Möglichkeit, traumatischen Erlebnissen aktiv und angstfrei zu begegnen. 

Ute Schneider

Heilpraktikerin für Psychotherapie, Traumatherapeutin & Supervisorin

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